376: Glasbuchen, Buchstaben und Bücher

Mehrere Birken, ein Nadelbaum im Hintergrund. Aber Buchen, gar Glasbuchen?

Die sind erst nach einem detaillierten Blick sichtbar und einer Zusatzinfo den Gläsernen Wald betreffend. Der Gläserne Wald ist ein Kunstprojekt, welches aus etwa 300 Bäumen aus Glas besteht. Unter diesen Glasbäumen sind Buchen zu finden.

Die Buchen wären somit geklärt. Wie gelangen die Buchstaben und die Bücher in den Titel?

Einerseits könnte das die altgermanische linguistische Verwandtschaft zwischen Buchen, Buchstaben und Büchern sein. Die Stäbchen für die Schriftzeichen wurden aus dem harten Holz der Buche geschnitzt. Der Weg von der Buche zu den Buchstaben wäre demnach klar, wenn auch manche Sprachfindige darüber diskutieren. Von den Buchstaben zum Buch ist es nur ein kleiner und diskussionsfreier Sprung.

Das meine ich jedoch nicht mit den Buchstaben und den Büchern dieser Aufnahme. Dahin führt das Haus in der Bildmitte. Es ist das Fressende Haus des Schriftstellers Siegfried von Vegesack. Aus dem Baltikum stammend, lebte und arbeitete er längere Zeit in Bayern. Konkret war es das verlassene Wirtschaftsgebäude neben der Burgruine Weißenstein im Bayerischen Wald. Die Restaurierung und der Unterhalt des Hauses kosteten ihn viel Geld. Das Haus fraß sein Geld, von Vegesack taufte es daher Fressendes Haus.

Dieser Schriftsteller fügt somit die Buchstaben und die Bücher dieser Aufnahme hinzu.

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