427. Bild der Woche
Es ist eine noch junge Aufnahme dieses Spätwinters. Vielleicht sogar sein Abschiedsgruß haben wir doch bereits den März. Vorsicht ist dennoch angebracht. Im Frühjahr 1994 musste ich im Allgäu eine gute Woche ohne Strom auskommen. Mein Sohn fand es witzig, mit Spirituskochern das Trinken und Essen vorzubereiten. Allen Göttern sei Dank, gab es in dem Haus noch eine Dualheizung sowie Vorräte an Kohle und Holz.
Die Lebensmittelläden funktionierten noch die ersten Tage. Wäre das heute noch der Fall?
An diese Zeit erinnerte ich mich bei dem Anblick des Schnees auf dem Foto. Und die letzte Weihnachtskugel, der letzte Mohikaner, wie ich sie nannte, führte zu der Frage, ob dieser Begriff noch der aktuellen Political Correctness entspricht. Bevor mich böse Worte erreichen, fragte ich bei der KI nach, denn das sorgt immer wieder für humoristische Einlagen in den eher humorlosen Nachrichten. Natürlich nur, wenn man der KI nicht alles glaubt.
Die KI meinte zum letzten Mohikaner:
Da es sich um ein literarisches Zitat und eine eingebürgerte Redewendung handelt, ist die Verwendung im allgemeinen Sprachgebrauch unproblematisch. Es handelt sich nicht um eine rassistische Beleidigung, sondern um eine kulturelle Referenz.
Doch wie ist die Zuverlässigkeit der Antworten einer KI? Die ist sogar bei der Mehrheit ihrer Antworten zweifelhaft, wie es aktuelle Studien offenlegen. Denn die KI halluziniert lieber ihre Antworten, bevor sie zugibt, etwas nicht zu wissen.
Für diese Halluzinationen ist jedoch nicht die KI verantwortlich. Das sind ihre Schöpfer, ihre Anbieter – und ihre Nutzer. Wer eine KI fragt, erwartet eine Antwort, sonst fragt er eine andere KI. So bringen die Schöpfer der KI Halluzinationen bei, damit die Nutzer bei der scheinbar vielwissenden KI bleiben und nicht fremdgehen.
Warum wird dennoch der KI geglaubt? Weil man im Bedarfsfall die KI verantwortlich für die Folgen machen kann, wenn man sich nach ihren Antworten richtet?